Plumps­klo mit Tüte


21.Apr 2024

Das gro­ße Ge­schäft

Wo fan­ge ich an, in die­sem The­ma, um es aus­rei­chend zu er­klä­ren, ohne mich in die­sem The­ma gleich end­los zu wei­den. Also ich bin 66 Jah­re alt. Wäh­rend ich in mei­nen 20er Jah­ren ei­nen Toi­let­ten­be­such um bis zu 3 Tage hi­naus­zö­gern konn­te, habe ich mitt­ler­wei­le häu­fig nur noch we­ni­ge Mi­nu­ten Zeit bis zur De­to­na­ti­on. Ge­ra­de nach dem ers­ten Kaf­fee am Mor­gen, kann ich es un­mög­lich län­ger hal­ten. Da ich nicht im­mer in ein­sa­mer Um­ge­bung, wo im­mer noch ge­wis­se An­s­tands­re­geln gel­ten soll­ten, oder ne­ben ei­nem öf­fent­li­chen WC par­ke / über­nach­te, ent­steht aus die­ser aku­ten Not­la­ge ein ab­solu­ter Be­darf, das gro­ße Ge­schäft im Fahr­zeug er­le­di­gen zu kön­nen. Wenn's an­ders geht - fein! ABER lie­be Freun­de - wer jetzt noch über mich spot­tet. Im Juli 2023 reis­te ich durch Tschechien und habe mir in ei­nem Ken­tucky Fried Chick­en Res­tau­rant in Bud­weis ver­mut­lich eine Cam­py­lo­bac­ter oder Sal­mo­nel­len­ver­gif­tung ein­ge­fang­en. Wer bei so et­was noch glaubt, er kön­ne da­mit an­ders locker klar kom­men, dem muss ich sa­gen, dass ich für mei­nen Teil froh bin, selbst in sol­chen Ex­trem­si­tua­ti­o­nen, eine sou­ve­rä­ne Lö­sung an Bord mei­nes Mi­ni­cam­pers zu ha­ben. Es hin­dert mich ja nie­mals nichts da­ran, re­gu­lär an­ge­bo­te­ne WC-Lö­sun­gen an­zu­steu­ern - wenn vor­han­den!!!

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2023 und vor­her fuhr ich ja noch ei­nen Ma­te­ria und mei­ne da­ma­li­ge Lö­sung für das gro­ße Ge­schäft bes­tand nur aus ei­ner Bett­pfan­ne auf dem Bei­fah­rer­sitz. Also sa­gen wir mal ganz vor­sich­tig --- sub­op­ti­mal!
Auch recht un­op­ti­mal ist die Out­door-Al­ter­na­ti­ve, wenn Du nachts mal rasch ins nahe Ge­büsch aus­tre­ten möch­test und Du erst beim Zu­rück­keh­ren in den Cam­per­van fest­stellst, dass vie­le an­de­re vor Dir schon die sel­be Idee hat­ten und ihre Tret­mi­nen für Dei­ne Schu­he aus­ge­legt ha­ben.
Mei­ne mo­men­ta­ne Lö­sung ist zu­nächst ein ein­fach­es Brett mit aus­rei­chend gro­ßem Loch für mei­nen Hin­tern. Das Brett wird, mit ei­ner da­ran be­fes­tig­ten Win­kel­leis­te, am Küchen­schrank sta­bil ein­ge­hakt. Auf der an­de­ren Sei­te liegt es auf dem Bett­rand auf. Ein un­ten ab­ge­sch­nit­te­ner Ei­mer dient nur dazu, die Tüte fest­zu­hal­ten, da­mit die nicht am Hin­tern kle­ben bleibt. Ein in die Tüte ein­ge­leg­tes Blatt Kü­chen­rol­le sei em­p­foh­len. Nach der Ver­rich­tung kann man die Tüte hy­gi­e­nisch zu­kno­ten und darf sich mit der en­gül­ti­gen Ent­sor­gung im Zwei­fels­fall ei­ni­ge Stun­den Zeit las­sen. Bei mir ha­ben sich üb­ri­gens die Müll­beu­tel 30L (54,5x62cm) mit Zug­band & Zi­trus­duft von dm sehr be­währt. Das Brett kann an­sons­ten platz­spa­rend ver­räumt wer­den. So­mit habe ich eine kom­pak­te und gleich­sam kom­for­tab­le Lö­sung in mei­nem Cam­per­van, für ein sonst wahr­lich bren­nen­des Pro­blem.
Ab­schlie­ßend kann ich nur sa­gen, dass mein KFC-Er­leb­niss ein mas­si­ver Grund da­für war, wa­rum ich mir den NV­200 ge­kauft habe. Ich woll­te die­ses quä­len­de Toi­let­ten­pro­b­lem deut­lich bes­ser ge­löst wis­sen. Da­rü­ber­hi­naus hat­te ich den An­spruch, so­gar ne­ben dem auf­ge­bau­ten Bett, ohne et­was um­zu­räu­men, eine benutz­ba­re Toi­let­te zu ha­ben. Auch das ist nun er­füllt. Was ich nicht ver­heh­len möch­te, ist die Tat­sa­che, dass ich im NV­200 nicht aufrecht ste­hen kann. Das ist beim Ab­put­zen noch et­was sport­lich, ins­be­son­de­re wenn der Rücken mal nicht so 100% mit­spielt, was im Al­ter eher pas­siert. Da könn­te also noch ein Pro­blem hoch­spru­deln. Schaun mer mal!

Wenn ich heu­te die öf­fent­li­chen Müll­ton­nen mit Be­sch­rif­tun­gen für Kot­beu­tel sehe, habe ich im­mer et­was an­de­re Ge­dan­ken und freue mich au­gen­zwin­kernd über das of­fe­ne und hilf­rei­che An­ge­bot.



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