Schloss Eller
20.Aug 2026
Schöne stadtnahe Erholung
Wer sich im Süden Düsseldorfs im Stadtteil Eller aufhält, der schon 1909 eingemeindet wurde, wird überrascht sein dieses hübsche Schloss mit Wirtschaftsgebäuden und einem umfangreichen Waldpark zu finden. Schon im 14. Jahrhundert existierte an gleicher Stelle eine Burg Eller. Über die Jahrhunderte hampelten dort so einige Fürsten und Adelige des Rheinlandes, bis hin zu den Preußen herum, bis schließlich, seit rund 80 Jahren das Schloss Eller in städtischem Besitz landete. Das könnte vielleicht die heutige, relativ sparsame Gartenanlage erklären, die kein einziges Blumenbeet ziert.
Man erreicht das Schloss über die Schlossallee, wo sich etwa 50 kostenlose Parkplätze befinden. Das Schloss mit Park kann kostenfrei von außen besichtigt werden. Die gesamte Anlage ist vollständig von künstlichen, jedoch historischen Wassergräben umgeben und deshalb nur über zwei schmale Brücken zu erreichen. Im Osten der Insel liegt noch eine weitere, sehr kleine Insel im Schlosspark und im Süden gibt es einen großen Waldpark mit einer großen Wiese, der zum Spazierengehen oder einfach zum stadtnahen Erholen einlädt. Erholung kann dann auch nur mit den Augen sein. Die natürlichen Farben und Formen, verspielte oder verschnörkelte Elemente entlasten unsere Wahrnehmung, die sonst nur Großstadt-Beton-Einerlei vorgesetzt bekommt.
Die Innenräume des Schlosses sind nicht zu besichtigen und werden nur für Tagungen, Seminare, Hochzeiten, öffentliche Empfänge und private Feiern vermietet. Doch die vorbildlich restaurierten Wirtschaftsgebäude, die scheinbar aktuell als Wohnungen und Büros genutzt werden, sind ein hübscher historischer Blickfang. Wobei ich bedauere, dass private Fahrzeuge im Innenhof der Insel geparkt werden. Das störte mein ästhetisches Auge etwas.
Ein Rundgang um die Schlossinsel bietet einige hübsche Ansichten und man kann bewusst an einigen Stellen verweilen, einfach um herunter zu kommen und ein wenig die Zeit zu entschleunigen. Über eine steinerne Bogenbrücke gelangt man von der Hauptinsel herunter und kommt in den großen englischen Landschaftspark, der mit gepflegten Waldwegen durchzogen ist. Man kann dabei sehr alte Platanen, Buchen und Eichen sehen, viele Vogelarten beobachten und zwitschern hören und für die Kinderlein gibt es im Sommer den Wasserspielplatz und einige andere Attraktionen zu entdecken. Wer jedoch maximale Ruhe zur Entspannung sucht, wird im Hintergrund die zwar leisen, aber ständigen Verkehrsgeräusche nicht überhören können. Das Schloss und der Park sind nämlich von der A46, einer sechsgleisigen Eisenbahntrasse und der vierspurigen Heidelberger Straße eingegrenzt.













